Kostenlose Minecraft Server

stonefoxx
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Kostenlose Minecraft-Server erstellen mit Aternos - Minecraft-Hosting-Anbieter

Einen eigenen Minecraft-Server kannst du auch ohne Geld betreiben. Der bekannteste Weg ist Aternos – daneben gibt es Minehut, einen kostenlosen Testmonat bei Realms, einen Server auf deinem eigenen PC oder das einfache Spielen im Heimnetz (LAN). Hier erfährst du, was jede Möglichkeit kann, wo die Grenzen liegen und worauf Eltern achten sollten. Was ein Server überhaupt ist, erklären wir in Was ist ein Minecraft-Server?.

Kurz gesagt: Für die meisten Freundesgruppen ist Aternos die beste kostenlose Lösung. Ganz ohne Kosten geht es auch im LAN, wenn alle im selben WLAN sind. Ein Server, der rund um die Uhr läuft, ist dauerhaft nur gegen Geld zu haben. Stand: Oktober 2026, aktuelle Version ist Minecraft Java 26.3.

Die kostenlosen Möglichkeiten im Überblick

MöglichkeitEditionSpielerLäuft 24/7?Gut für
AternosJava und Bedrockkeine feste Grenze, Leistung begrenztnein, stoppt ohne SpielerFreundesgruppen, kleine Modpacks
Minehut (Starter-Plan)Java, Bedrock über Crossplaybis 10nein, „schläft“ ohne SpielerPlugin-Server, kleine Communitys
Realms (30 Tage Test)Java oder Bedrockdu + 2 bzw. du + 10jaFamilien, Konsolen, Kinder
Eigener PCJava und Bedrockje nach PCnur wenn der PC läuftTechnik-Interessierte
LAN / HeimnetzJava und Bedrockwenigenur solange der Host spieltGeschwister, Freunde zu Besuch

Aternos: der bekannteste kostenlose Server

Aternos ist eine der beliebtesten Plattformen, um kostenlos einen eigenen Minecraft-Server zu erstellen – ganz ohne technisches Vorwissen. Betrieben wird der Dienst von der Aternos GmbH aus Bonn. Er startete 2013 als Hobbyprojekt von Studenten und hat laut Betreiber inzwischen über 125 Millionen registrierte Nutzer. Finanziert wird Aternos nach eigenen Angaben seit Beginn ausschließlich über Werbung auf der Website und im Server-Panel; im Spiel selbst gibt es keine Werbung.

Einfache Bedienung über das Webinterface

Alles läuft bequem über das Webinterface von Aternos. Dort kannst du deinen Server starten, stoppen und individuell konfigurieren. Du brauchst also keine zusätzliche Software oder komplexen Einstellungen – alles passiert direkt im Browser.

Beim Erstellen wählst du, ob du einen Server für die Java Edition oder die Bedrock Edition (Handy, Tablet, Windows) möchtest. Deine Spielwelt bleibt gespeichert, wenn der Server stoppt, sodass du jederzeit weiterspielen kannst. Das ist besonders praktisch, wenn du regelmäßig mit denselben Freunden auf derselben Welt spielen willst.

Mods, Plugins und Versionen

Ein großer Vorteil von Aternos ist die Flexibilität: Du kannst zwischen verschiedener Server-Software wählen – zum Beispiel Vanilla, Paper oder Spigot für Plugins sowie Fabric, NeoForge, Forge oder Quilt für Mods. Mods und Plugins installierst du über die eingebaute Bibliothek, die Inhalte von CurseForge und Modrinth anbietet. Auch fertige Modpacks lassen sich mit wenigen Klicks einrichten, allerdings immer nur eines auf einmal.

Wichtig zu wissen: Eigene Mod-Dateien hochladen kannst du auf Aternos nicht – nur, was in der Bibliothek steht. Das schützt auch vor verseuchten Downloads. Wer beliebige Dateien hochladen will, verweist Aternos auf das kostenpflichtige Schwesterangebot exaroton.

Da Aternos kostenlos ist, steht nur eine begrenzte Menge an Arbeitsspeicher (RAM) zur Verfügung; eine feste Zahl nennt Aternos nicht. Große Modpacks mit Hunderten Mods laufen deshalb oft zäh oder gar nicht. Ein Survival-Server mit einigen Plugins oder ein kleines Modpack funktionieren dagegen in der Regel gut.

Wartezeiten und automatisches Abschalten

Weil Aternos so beliebt ist, kann es vor allem zu Stoßzeiten zu einer Warteschlange beim Serverstart kommen. Kurz bevor du an der Reihe bist, musst du per Klick bestätigen, dass du noch da bist – sonst verfällt dein Platz.

Zwei Regeln solltest du kennen:

  • Ohne Spieler stoppt der Server automatisch. Ihn mit Bots, automatischen Neustarts oder vorgetäuschten Spielern wachzuhalten, ist laut Nutzungsbedingungen verboten.
  • Ungenutzte Server werden gelöscht. Laut den Nutzungsbedingungen (Stand Juli 2026) passiert das in der Regel nach etwa drei Monaten ohne Serverstart – mitsamt Welt. Nur das Öffnen der Website zählt nicht als Aktivität. Lade also eine Sicherung herunter, wenn ihr eine Pause macht.

Schritt für Schritt: So erstellst du deinen Aternos-Server

  1. Registriere dich kostenlos auf aternos.org.
  2. Klicke auf „Server erstellen“ und wähle Java oder Bedrock – je nachdem, womit ihr spielt.
  3. Gib dem Server einen Namen. Aternos erzeugt daraus automatisch eine Server-Adresse (zum Beispiel deinname.aternos.me).
  4. Wähle unter „Software“ die Minecraft-Version und Server-Software, etwa Vanilla, Paper oder ein Modpack.
  5. Klicke auf „Starten“ und akzeptiere beim ersten Mal die Minecraft-EULA (die Lizenzbedingungen von Mojang).
  6. Wenn der Server online ist, trägst du die Adresse in Minecraft unter Mehrspieler → Server hinzufügen (Java) bzw. Spielen → Server → Server hinzufügen (Bedrock) ein.

Danach kannst du Einstellungen anpassen, zum Beispiel Spielmodus, Schwierigkeit und Whitelist – und Plugins, Mods oder Ressourcenpakete mit wenigen Klicks hinzufügen.

Weitere Funktionen von Aternos

  • Backups: Du kannst Sicherungen deiner Welt anlegen und wiederherstellen.
  • Spieler-Verwaltung: Whitelist, Operator-Rechte und Sperren direkt im Panel.
  • Plugin- und Mod-Bibliothek: Suche und Installation direkt im Browser.
  • Log-Viewer: Hilft beim Finden von Fehlern, wenn der Server nicht startet.
  • Serverkonsole: Befehle live ausführen, etwa /time set day oder /gamemode creative.
  • Dateimanager und Welt-Upload: Konfigurationsdateien bearbeiten und eine vorhandene Welt hochladen – etwa eine heruntergeladene Map.

Minehut: kostenlos mit Spielerlimit

Minehut gehört seit 2024 zum Unternehmen GamerSafer. Der kostenlose Starter-Plan bietet laut Minehut 1 GB RAM, bis zu 10 gleichzeitige Spieler und keine Zeitbegrenzung. Wie bei Aternos „schläft“ der Server, wenn niemand online ist, und wird beim nächsten Beitritt wieder geweckt. Plugins sind möglich, Java- und Bedrock-Spieler können gemeinsam spielen.

Der Unterschied zu Aternos: Minehut ist zugleich ein großes öffentliches Servernetzwerk. Spieler betreten zuerst eine gemeinsame Lobby und wählen dort Server aus einer Liste. Das ist gut, wenn du Mitspieler suchst – für einen privaten Server mit Kindern solltest du aber unbedingt die Whitelist einschalten. Mehr RAM und Spielerplätze gibt es gegen „Credits“, die Minehuts Bezahlwährung sind.

Realms: 30 Tage gratis testen

Minecraft Realms ist der offizielle Server-Dienst von Mojang und Microsoft. Er ist nicht kostenlos, lässt sich aber laut minecraft.net 30 Tage lang gratis testen – für die Bedrock- und die Java-Edition. Danach verlängert sich das Abo automatisch, wenn du es nicht kündigst.

  • Realms (Bedrock): du und zwei weitere Spieler gleichzeitig, auf minecraft.net mit 3,99 US-Dollar pro Monat angegeben.
  • Realms Plus (Bedrock): du und zehn weitere Spieler, dazu Zugriff auf einen Katalog von Marketplace-Inhalten, 7,99 US-Dollar pro Monat.
  • Realms für Java: du und zehn weitere Spieler, 7,99 US-Dollar pro Monat.

Eingeladene Freunde spielen kostenlos, der Realm läuft rund um die Uhr – auch wenn du selbst offline bist – und Backups sind inklusive. Realms funktionieren nur innerhalb derselben Edition. Auf Konsolen brauchst du für das Online-Spielen zusätzlich das Online-Abo der jeweiligen Plattform. Für Familien ist Realms oft die sicherste Lösung, weil nur eingeladene Spieler beitreten können.

Eigener Server auf dem PC

Mojang stellt die Server-Software selbst kostenlos bereit: den Java-Server (server.jar) und den Bedrock Dedicated Server für Windows und Linux, beide auf minecraft.net. Für Minecraft Java 26.3 brauchst du Java 25 auf dem Rechner.

Das kostet nichts außer Strom, hat aber Haken:

  • Der Server läuft nur, solange dein PC an ist, und braucht dessen Leistung.
  • Damit Freunde von außen beitreten können, musst du im Router eine Portweiterleitung einrichten (Java: Port 25565, Bedrock: 19132). Dabei sehen die Mitspieler deine Heim-IP-Adresse.
  • Alternativ gibt es Tunnel-Dienste wie playit.gg, die ohne Portweiterleitung auskommen und deine IP nicht preisgeben. Der Basisdienst ist für Java und Bedrock kostenlos.

Für Kinder ist das eher ein Projekt gemeinsam mit einem Erwachsenen – dafür lernt man viel über Netzwerke und Server.

Ganz ohne Server: Spielen im LAN

Seid ihr im selben WLAN, braucht ihr gar keinen Server:

  • Java: Welt starten, Esc → „Im LAN öffnen“ wählen. Die anderen finden die Welt im Mehrspieler-Menü.
  • Bedrock: In den Welteinstellungen „Für LAN-Spieler sichtbar“ aktivieren. Die Welt erscheint bei den anderen im Reiter Freunde.

Die Welt läuft nur, solange der Gastgeber spielt. Für Geschwister oder Freunde zu Besuch ist das die einfachste und sicherste Variante.

Spielen mit Konsole: das solltest du wissen

Auf Xbox, PlayStation und Nintendo Switch kannst du in Minecraft (Bedrock) keine eigenen Server-Adressen eintragen – dort erscheinen nur die vorgestellten Partner-Server. Für Konsolen-Kinder ist Realms deshalb der einfachste Weg. Ein bekannter Umweg: Ein Freund am Handy oder PC tritt dem Server bei, und der Konsolen-Spieler folgt ihm über den Reiter Freunde. Wie sich Java und Bedrock unterscheiden, erklären wir in Minecraft Bedrock vs. Java.

Sicherheit: Tipps für Eltern

Ein eigener Server ist für Kinder oft sicherer als große öffentliche Server – aber nur, wenn er privat bleibt:

  • Whitelist einschalten: Mit /whitelist on und /whitelist add Spielername (oder per Klick im Panel) dürfen nur eingetragene Spieler joinen. Ohne Whitelist kann jeder beitreten, der die Adresse kennt.
  • Adresse nicht öffentlich teilen: nicht auf YouTube, TikTok oder in großen Discord-Servern posten.
  • Operator-Rechte sparsam vergeben: Ops können alles – auch Welten zerstören. So etwas nennt man Griefing.
  • Backups vor großen Änderungen: besonders vor Updates oder neuen Mods.
  • Nur offizielle Seiten nutzen: Angebote wie „kostenlose Realms“ oder „Server-Generatoren“ auf fremden Websites sind fast immer Betrug.
  • Konto-Einstellungen prüfen: Ob ein Kinderkonto überhaupt online mit anderen spielen darf, legen Eltern in den Microsoft-/Xbox-Familieneinstellungen fest.

Ab welchem Alter Minecraft passt, liest du in unserem Elternratgeber zum richtigen Alter.

Tipps für einen stabilen Server

  • Verwende nicht zu viele Mods oder Plugins gleichzeitig. Weniger ist oft mehr.
  • Halte deine Version aktuell, aber warte nach einem großen Minecraft-Update ein paar Tage, bis Plugins und Mods nachgezogen haben.
  • Nutze Backups, bevor du größere Änderungen vornimmst.
  • Reicht die kostenlose Leistung nicht mehr, kannst du einen Server mieten – zum Beispiel bei exaroton, das ebenfalls von Aternos betrieben wird und nur die tatsächliche Laufzeit abrechnet. Einen Vergleich findest du in unserem Artikel zu Minecraft-Server-Hosting.

Häufige Fragen

Ist Aternos wirklich kostenlos?

Ja. Aternos finanziert sich nach eigenen Angaben seit dem Start 2013 ausschließlich über Werbung auf der Website. Es gibt kein Abo und keine versteckten Kosten. Dafür ist die Leistung begrenzt, zu Stoßzeiten gibt es Wartezeiten beim Start und der Server läuft nur, solange jemand darauf spielt.

Warum geht mein Aternos-Server von allein aus?

Aternos stoppt Server automatisch, sobald niemand mehr darauf spielt. So bleiben Ressourcen für andere frei. Den Server mit Bots oder automatischen Neustarts künstlich wachzuhalten, verbieten die Nutzungsbedingungen. Wer einen Server rund um die Uhr braucht, muss auf ein bezahltes Angebot wie Realms oder einen gemieteten Server umsteigen.

Kann ich mit Handy oder Konsole auf einem kostenlosen Server spielen?

Mit Handy, Tablet und Windows-PC ja: Aternos und Minehut bieten auch Bedrock-Server an, die Adresse trägst du unter „Server“ ein. Auf Xbox, PlayStation und Switch lassen sich keine eigenen Server-Adressen eintragen, dort gehen nur die vorgestellten Server oder Realms. Ein Umweg ist, über einen Freund beizutreten, der schon auf dem Server ist.

Ist ein kostenloser Minecraft-Server sicher für Kinder?

Er kann es sein, wenn er privat bleibt: Whitelist einschalten, die Server-Adresse nur an bekannte Freunde geben, Operator-Rechte nur an Vertraute vergeben und regelmäßig Backups machen. Ohne Whitelist kann jeder beitreten, der die Adresse kennt. Bei Minehut erscheinen Server zusätzlich in einer öffentlichen Liste.

Welcher kostenlose Minecraft-Server ist der beste?

Für die meisten Freundesgruppen ist Aternos die beste kostenlose Wahl: keine Spielerbegrenzung, Mods und Plugins per Klick, Java und Bedrock. Für zwei bis drei Leute im selben WLAN reicht das Öffnen der Welt im LAN. Wer 24/7 spielen möchte, sollte den Realms-Testmonat ausprobieren, muss danach aber zahlen.

Fazit

Aternos ist weiterhin die beste Lösung für alle, die einen eigenen Minecraft-Server wollen, aber kein Geld ausgeben möchten: einfach zu bedienen, mit Mods und Plugins, für Java und Bedrock. Mit Wartezeiten, begrenzter Leistung und dem automatischen Abschalten musst du leben. Minehut ist eine Alternative mit Spielerlimit, das LAN die einfachste Lösung zu Hause – und wer mit Konsole spielt oder einen Server rund um die Uhr braucht, landet früher oder später bei Realms. Egal wofür du dich entscheidest: Whitelist an, Adresse privat halten, Backups machen.

Transparenz & Quellen

Aternos: Aternos GmbH – Über uns (Nutzerzahlen, Finanzierung), Nutzungsbedingungen (Abschalten ohne Spieler, Löschung inaktiver Server), Aternos-Hilfe: Server erstellen und Modpacks installieren.
Minehut: Server-Pläne, Verkauf an GamerSafer laut Super League.
Realms: minecraft.net – Realms (Preise, Spielerzahlen, Testversion). Server-Software und Java-Version: minecraft.net – Server herunterladen, Mojang-Versionsdaten zu 26.3. Tunnel: playit.gg.
Alle Angaben abgerufen am 15. Oktober 2026.