So lädst du ein Anti-Cheat-Plugin herunter

stonefoxx
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Warum Du ein Anti-Cheat-Plugin für Deinen Minecraft-Server brauchst

Wenn du einen Minecraft‑Server betreibst, willst du, dass alle fair spielen – ohne Fly‑Hacks, Speed‑Cheats oder Spieler, die aus fünf Blöcken Entfernung zuschlagen. Ein Anti‑Cheat‑Plugin prüft im Hintergrund, ob sich Spieler so bewegen und kämpfen, wie es in normalem Minecraft möglich ist, und schlägt Alarm, wenn nicht.

Kurz gesagt: Für die meisten Server ist im Oktober 2026 Grim die beste Wahl – kostenlos, quelloffen, aktiv gepflegt und auf Modrinth das meistgeladene Anti‑Cheat. Du lädst die .jar‑Datei herunter, legst sie in den Ordner plugins/, startest den Server neu und stellst danach ein, was bei einem Verdacht passieren soll. Ältere Tipps wie NoCheatPlus sind für aktuelle Minecraft‑Versionen (Java 26.3, erschienen am 15. September 2026) nicht mehr die erste Wahl.

Welche Anti-Cheat-Plugins gibt es?

Hier die bekanntesten Plugins für Paper‑ und Spigot‑Server im Überblick (Stand 15. Oktober 2026):

PluginKostenAktuelle VersionMinecraft-VersionenPlattformen
Grimkostenlos, Open Source (GPL-3.0)2.3.74 (7. Oktober 2026)1.8 bis 26.3 laut GitHub (auf Modrinth bis 26.3 gelistet)Paper, Spigot, Purpur, Folia, Fabric
Vulcan19,99 US-Dollar einmalig (SpigotMC)2.9.7.29 (Oktober 2026)1.8 bis 26.3Spigot, Paper, Folia
Spartankostenlos bis 5 Spieler, sonst 21,99 € pro Jahr4.0.8.9 (29. Juli 2026)1.7 bis 26.3 laut ModrinthSpigot, Paper, Purpur, Folia
Updated-NoCheatPluskostenlos, Open SourceEntwickler-Buildslaut Projekt bis 1.21Spigot, Paper

Grim simuliert die Bewegung jedes Spielers nach – inklusive Rückstoß, Schwimmen und Reiten – und vergleicht sie mit dem, was der Spieler tatsächlich sendet. Das Plugin läuft asynchron, also auf mehreren Prozessorkernen, und belastet den Server dadurch vergleichsweise wenig. Auf Modrinth kommt es auf 787 Tsd. Downloads (Spartan zum Vergleich: 23 Tsd. Downloads). Die Entwickler haben eine kostenpflichtige Premium‑Version mit zusätzlichen Prüfungen angekündigt; die Open‑Source‑Version bleibt kostenlos.

Grim Anticheat auf Modrinth
Downloads
787 Tsd.
Platz 27 der Server-Plugins auf Modrinth
+23 Tsd. (+3,0 %) in 5 Tagen
Follower
545
Platz 22 von 28 Server-Plugins in unserer Auswertung
+6 (+1,1 %) in 5 Tagen
Neueste Minecraft-Version
26.3
unterstützt die aktuelle Version 26.3
Art
Server-Plugin
Entwickler
AoElite
Läuft mit
Bukkit, Fabric, Folia, Paper, Purpur, Spigot
Installation
nur auf dem Server
Lizenz
GPL-3.0-or-later
Zuletzt aktualisiert
20.10.2026
Downloads im Verlauf
770 Tsd.780 Tsd.15. Okt.18. Okt.20. Okt.Grim Anticheat · 15. Okt.: 764 Tsd.Grim Anticheat · 16. Okt.: 768 Tsd.Grim Anticheat · 17. Okt.: 772 Tsd.Grim Anticheat · 18. Okt.: 777 Tsd.Grim Anticheat · 19. Okt.: 782 Tsd.Grim Anticheat · 20. Okt.: 787 Tsd.

Stand: 20.10.2026 · Zahlen von Modrinth, täglich automatisch aktualisiert. · Auf Modrinth ansehen

Vulcan ist ein kommerzielles Plugin, das laut eigener Angabe auf über 7 000 Servern läuft. Es bringt viele fertige Prüfungen für Kampf, Bewegung und Spieler‑Aktionen mit und ist eine Option, wenn du für Support bezahlen möchtest.

Spartan ist in der kostenlosen Modrinth‑Fassung eingeschränkt: Die Prüfungen laufen nach jedem Serverstart zunächst zwei Stunden und müssen dann per Befehl „aufgeladen“ werden. Für kleine Freundes‑Server reicht das zum Ausprobieren, für den Dauerbetrieb brauchst du die Bezahlversion.

NoCheatPlus, früher der Klassiker, wurde auf SpigotMC zuletzt 2018 aktualisiert und unterstützt dort nur Minecraft 1.7 bis 1.12. Die Weiterführung Updated‑NoCheatPlus gibt es auf GitHub – laut Projektbeschreibung bis Minecraft 1.21. Für Server mit Minecraft 26.x solltest du es nicht als Erstes probieren.

Voraussetzungen vor der Installation

  • Dein Server läuft mit Paper, Purpur oder Spigot. Auf einem reinen Vanilla‑Server oder in Minecraft Realms gibt es keine Plugins.
  • Du hast Zugriff auf die Server‑Dateien – per FTP, über den Datei‑Manager deines Hosters oder direkt auf deinem PC.
  • Die Plugin‑Version passt zu deiner Minecraft‑Version. Ein Blick auf die Downloadseite genügt.
  • Du hast ein Backup deiner Welt und des Ordners plugins/.
  • Grim braucht mindestens Java 17. Paper und Spigot für Minecraft 26.x laufen ohnehin mit Java 25, damit ist das automatisch erfüllt.

Schritt für Schritt: Grim installieren und einrichten

Am Beispiel von Grim – bei anderen Plugins läuft es fast genauso:

  1. Plugin herunterladen
    Öffne die Grim‑Seite auf Modrinth, wähle bei „Versions“ deine Minecraft‑Version und die Plattform (Paper/Spigot oder Fabric) und lade die .jar‑Datei herunter. Die Entwickler empfehlen Modrinth; auf Hangar und SpigotMC erscheinen nur größere Versionen.
  2. Server stoppen
    Gib in der Konsole stop ein und warte, bis der Server ganz heruntergefahren ist.
  3. Datei in den Plugins-Ordner kopieren
    Lege die heruntergeladene .jar‑Datei in den Ordner plugins/ deines Servers. Hast du vorher ein anderes Anti‑Cheat genutzt, entferne es – zwei Anti‑Cheats gleichzeitig stören sich oft gegenseitig.
  4. Server starten
    Beim ersten Start legt Grim seinen Ordner mit den Einstellungen an. Nutze für Plugins immer einen echten Neustart statt /reload – das empfehlen sowohl PaperMC als auch die Plugin‑Entwickler, weil /reload Fehler verursachen kann.
  5. Funktion prüfen
    Gib /grim alerts ein. Damit schaltest du die Warnmeldungen für dich ein. /grim verbose zeigt jede einzelne Auffälligkeit, /grim profile <Spielername> fasst zusammen, was bei einem Spieler gemeldet wurde.
  6. Testen
    Spiele mit ein, zwei Freunden ganz normal: laufen, springen, kämpfen, Boot fahren, mit der Elytra fliegen. Tauchen dabei Warnungen auf, obwohl niemand cheatet, sind das Fehlalarme – dann passt du die Einstellungen an (nächster Abschnitt).

Konfiguration: Warnen, kicken oder bannen?

Grim legt die Datei punishments.yml an. Darin steht für jede Gruppe von Prüfungen, was ab wie vielen Verstößen passieren soll. Ein Eintrag wie "100:40 [alert]" heißt: Ab 100 Verstößen gibt es eine Warnung an alle Teammitglieder mit Alarm‑Rechten, danach alle weiteren 40 Verstöße erneut. Verstöße verfallen nach 300 Sekunden wieder.

Wichtig: In der Grundeinstellung warnt und protokolliert Grim nur. Es kickt oder bannt niemanden automatisch. Das ist am Anfang genau richtig. Beobachte ein bis zwei Wochen lang, welche Warnungen kommen, und entscheide dann:

  • Warnen ([alert]): Ein Moderator schaut sich den Spieler an. Für kleine Server die beste Lösung.
  • Kicken: Den Befehl ergänzt du selbst, etwa "200:0 kick %player% Unerlaubte Bewegung". Ein Kick wirft den Spieler nur vom Server, er kann sofort wieder joinen.
  • Bannen: Nur für eindeutige Fälle und nur, wenn du die Warnungen vorher eine Weile beobachtet hast. Ein Fehlalarm, der zu einem Bann führt, verärgert ehrliche Spieler.

Weitere nützliche Einstellungen findest du in der config.yml, zum Beispiel ob Warnungen auch in der Konsole erscheinen oder bei einem Netzwerk mit Velocity an andere Server weitergegeben werden. Grim liefert die Dateien auch auf Deutsch mit.

Tipp: Wer Rechte verteilt, sollte das mit einem Rechte‑Plugin wie LuckPerms tun: Die Erlaubnis grim.alerts bekommen nur Moderatoren, nicht alle Spieler.

Was ein Anti-Cheat nicht kann

  • X‑Ray erkennt Grim nicht. Gegen Erz‑Röntgenblick hilft auf Paper‑Servern das eingebaute Anti‑Xray. Du schaltest es in config/paper-world-defaults.yml unter anticheat → anti-xray mit enabled: true ein. Es ist ab Werk aus.
  • Kein Plugin erwischt alles. Cheat‑Programme werden ständig angepasst. Deshalb musst du dein Anti‑Cheat regelmäßig aktualisieren.
  • Fehlalarme gibt es immer. Hohe Pings, Lags oder Plugins, die Spieler teleportieren oder schneller machen, können Warnungen auslösen.
  • Bedrock‑Spieler über Geyser nimmt Grim komplett von den Prüfungen aus, weil sich ihr Spiel anders verhält. Auf gemischten Servern bleibt also eine Lücke.
  • Griefing ist kein Cheat. Wer Bauten zerstört oder Truhen leert, nutzt erlaubte Spielfunktionen. Dagegen helfen Grundstücksschutz, Whitelist und Logging‑Plugins, kein Anti‑Cheat.

Tipps für Eltern und kleine Freundes-Server

  • Für einen privaten Server mit Freunden und Geschwistern ist eine Whitelist (/whitelist on, dann /whitelist add <Name>) wirksamer als jedes Anti‑Cheat: Fremde kommen gar nicht erst herein.
  • Kreativ‑Welten: Im Kreativmodus ist Fliegen erlaubt, das berücksichtigt Grim. Plugins, die Spielern im Überlebensmodus Fliegen erlauben (etwa über /fly), können aber Warnungen auslösen.
  • Offen reden: Sag deinen Mitspielern, dass ein Anti‑Cheat läuft und warum. Was Cheaten überhaupt bedeutet, erklären wir in Cheaten, Cheater, Cheating – was steckt dahinter? und speziell zu Zielhilfen in Aimbots in Minecraft.
  • Nur sichere Quellen: Lade Plugins nur von Modrinth, Hangar, SpigotMC oder der Projektseite herunter. „Gecrackte“ Versionen von Bezahl‑Plugins sind ein beliebtes Versteck für Schadsoftware.

Große Netzwerke wie Hypixel setzen übrigens eigene, nicht öffentliche Systeme ein – Hypixels Anti‑Cheat heißt Watchdog. Für deinen eigenen Minecraft‑Server sind Plugins wie Grim der Weg. Weitere sinnvolle Plugins findest du in unserer Übersicht Plugins und Mods für deinen Minecraft‑Server.

Häufige Fragen

Welches Anti-Cheat-Plugin ist kostenlos?

Grim ist komplett kostenlos und quelloffen (Lizenz GPL-3.0) und auf Modrinth das mit Abstand meistgeladene Anti-Cheat-Plugin. Spartan ist für Server mit höchstens fünf Spielern kostenlos, Vulcan kostet einmalig 19,99 US-Dollar auf SpigotMC.

Erkennt ein Anti-Cheat-Plugin auch X-Ray?

Grim prüft vor allem Bewegungen und Kämpfe, gegen X-Ray hilft es nicht. Auf einem Paper-Server schaltest du dafür das eingebaute Anti-Xray in der Datei config/paper-world-defaults.yml ein (anticheat.anti-xray.enabled: true). Es versteckt Erze, die rundum von Blöcken umgeben sind.

Ist NoCheatPlus noch aktuell?

Das Original auf SpigotMC wurde zuletzt 2018 aktualisiert und unterstützt nur alte Versionen bis 1.12. Weitergeführt wird es als Updated-NoCheatPlus auf GitHub, laut Projektbeschreibung bis Minecraft 1.21. Für Server mit Minecraft 26.x ist Grim die sicherere Wahl.

Kann man Cheater mit einem Anti-Cheat komplett aussperren?

Nein. Ein Anti-Cheat erkennt viele typische Cheats wie Fly, Speed oder Reach, aber kein Plugin erwischt alles, und es gibt immer wieder Fehlalarme. Zusätzlich brauchst du Regeln, eine Whitelist bei privaten Servern und Moderatoren, die Meldungen prüfen.

Funktioniert ein Anti-Cheat-Plugin auch für Bedrock-Spieler?

Spieler, die über Geyser von Handy oder Konsole auf einen Java-Server kommen, nimmt Grim komplett von den Prüfungen aus, um Fehlalarme zu vermeiden. Spartan wirbt mit eigenen Geyser-Prüfungen. Auf Bedrock-Realms kannst du überhaupt keine Plugins installieren.

Plugin-Download

Fazit

Ein Anti‑Cheat‑Plugin ist ein wichtiger Baustein für einen fairen Server – aber kein Allheilmittel. Starte mit Grim, lass es zunächst nur warnen, beobachte die Meldungen und verschärfe die Strafen erst, wenn du sicher bist, dass keine Fehlalarme ehrliche Spieler treffen. Ergänze auf Paper das eingebaute Anti‑Xray, halte Server und Plugins aktuell, und nutze bei privaten Servern eine Whitelist. So bleibt dein Server ein Ort, an dem alle mit denselben Regeln spielen.

Transparenz & Quellen

Downloadzahlen und Steckbrief von Grim täglich automatisch über die Modrinth‑Schnittstelle. Versionen und Plattformen: Grim auf Modrinth und GitHub inklusive der mitgelieferten punishments.yml, Spartan auf Modrinth und Spartan‑Preise, Vulcan laut SpigotMC‑Eintrag (abgefragt über die Spiget‑Schnittstelle), Updated‑NoCheatPlus auf GitHub, alle abgerufen am 15. Oktober 2026.
Anti‑Xray: PaperMC‑Dokumentation und Welt‑Konfiguration.